Brigitte Koch-Kersten

 

Meine Vita:

Ich wurde 1962 geboren.

Was ich danach machte – mein beruflicher Weg:

1982 bis 1986 studierte ich Diplom Sozialarbeit. Danach arbeitete ich fünf Jahre als Diplom Sozialarbeiterin in einem autonomen Frauenhaus und knapp zwei Jahre bei Pro Familia. In dieser Zeit begann ich an verschiedenen berufsbegleitenden Weiterbildungen teilzunehmen, um meine Kompetenzen zu erweitern (siehe unten).

1991 machte ich mich selbstständig als Personzentrierte Psychologische Beraterin und Supervisorin. Ich bot Einzelberatungen, Gruppenarbeit, Fortbildungen und Coaching für Führungskräfte an. Mein Schwerpunktthema war das Konzept des „Wertschätzenden Grenzen setzens“. Dieses Angebot richtete ich sowohl an Eltern und pädagogisch Tätige, als auch an Führungskräfte, letzteres in Verbindung mit dem „Konzept der personzentriert-wertschätzenden Führungskompetenz“.

Seit 1997 arbeite ich als Ausbilderin für Personzentrierte Traumatherapie, psychologische Beratung, Supervision (2-jährige Grundausbildung, 3-5 jährige Zusatzausbildungen) und Repeacing®. Seit 1998 führe ich ein eigenes Ausbildungsinstitut, seit 2002 firmiert es unter dem Namen GAP-Institut Kassel,  www.gap-kassel.net/institut.

Seit ich 2005 die Erlaubnis zur Heilbehandlung durch meine Weiterbildung zur Heilpraktikerin eingeschränkt auf Psychotherapie, erhielt, biete ich Traumatherapie für Erwachsene an.

 

Meine Weiterbildungen:

Schon kurz nach Beendigung meines Studiums begann ich 1988 mit der berufsbegleitenden Ausbildung zur Personzentrierten Psychotherapeutin und Supervisorin, GWG1 und GfKT2.

Nach Abschluss dieser Weiterbildungen schloss ich 1993 die fünfjährige Weiterbildung zur Ausbilderin für Personzentrierte (Klientenzentrierte) Beratung und Supervision, GfKT an.

 

Forschung, Kooperationen und inhaltliche Einflüsse:

2002 wurde die Gesellschaft für angewandte Psychologie, GAP, deren Mitglied ich seitdem bin, gegründet. Die GAP ist ein Arbeitskreis von Sozialpädagogen und Psychologen, die im Ausbildungsinstitut des Dipl. Psychologen Jürg Hartmann in den neunziger Jahren in Personzentrierter Psychotherapie ausgebildet worden waren.

Unsere Anliegen in dem Arbeitskreis GAP war es, den Personzentrierten Ansatz um die Psychotraumatologie zu erweitern. Aus dieser Forschungsarbeit ist die Psychologie der Selbstbejahung entstanden. Die zentrale These der Psychologie der Selbstbejahung ist, dass der Kern einer traumatischen Erfahrung, eine existenziell bedrohliche Verneinung der Person ist. Traumaheilung ist demnach die Umwandlung von Selbstverneinung in Selbstbejahung.

Nach der Personzentrierung ist die Psychologie der Selbstbejahung eine der zentralen Grundlagen meines Konzepts Personzentrierter Traumatherapie.

Einen weiteren bedeutsamen Einfluss auf meine therapeutische Arbeit und Konzeptentwicklung hat die Arbeit von Christian Meyer, einem Diplom Psychologen aus Berlin, der als Therapeut und spiritueller Lehrer arbeitet, die ich 2009 kennenlernte. In ihr habe ich eine Möglichkeit gefunden, das bisher entwickelte Konzept zur Traumaheilung weiter zu vertiefen, sodass die Auflösung traumatischen Erlebens noch grundlegender gelingen kann.

Christian Meyers Intention ist das Aufwachen. Das „Aufwachen“ meint einen radikalen Bewusstseinssprung. In ihm können sich  Selbstkonzepte auflösen und das eigene ursprüngliche, natürliche Sein kann wieder erfahren werden. Der Weg, den Christian Meyer dafür anbietet, besteht vor allem im Zulassen aller Gefühle und im Lolassen aller mentalen Konzepte. Gelingt es uns, uns von der Vorstellung zu befreien, auf eine bestimmte Weise sein zu müssen, z.B. um ein Recht zu haben da zu sein, oder um geliebt zu werden, können wir entdecken, wer und was wir von unserem Wesen her sind.

Schon bei Carl Rogers, dem Begründer der Personzentrierung, dem ich erstmals in meinen Ausbildungen Ende der achtziger Jahre begegnete, fand ich diese Suche nach dem, was wir Menschen in unserem Kern sind. Carl Rogers lehrte, dass Menschen ein Drang innewohnt, sich zu dem zu entfalten, was sich in ihnen verbirgt. Diesen Drang nannte er Aktualisierungstendenz.

Im Laufe meiner eigenen Erfahrungen und der Erfahrungen mit den Klienten, mit denen ich arbeitete, entdeckte ich, dass der Wesenskern des Menschen, selbst bei schmerzhaftesten, traumatischen Erfahrungen, immer unbeschädigt geblieben ist! In ihrem ursprünglichen, natürlichen Sein haben Menschen sich mit ihrer Abwehr und ihren Widerständen so weit in Sicherheit gebracht und in ihr Innerstes zurückgezogen, dass sie die Liebe und Lebendigkeit, die sie im Innersten sind, retten konnten. Das wieder Wahrnehmen können der eigenen ursprünglichen Lebendigkeit schafft eine grundsätzlich neue Ausgangssituation für die therapeutische Aufarbeitung traumabedingter, bedrohlicher Zustände. Mit dieser Erfahrung, im Wesenskern unbeschädigt zu sein, entsteht auf neue Weise Lebensfreude, Lebenslust und Selbstliebe.

Das Fühlen aller Gefühle und das sich Befreien von einengenden Überlebensmustern, bringt, notwendigerweise, Ängste und damit Abwehr und Widerstände hervor. Die Bejahung der Widerstände, d.h. das Nutzen des heilsamen Potenzials, das sich in der Abwehr und den Widerständen verbirgt, ist ein wesentlicher Aspekt der Traumaheilung. Abwehr und Widerstände sind nicht etwa störende Phänomene, wie dies m.E. oft in psychotherapeutischen Kontexten missverstanden wird, sondern sind eine Quelle großer Kraft, die das eigene Überleben zu sichern vermocht hat. Darüber hinaus sind sie ein Schlüssel zu der Entdeckung der in Sicherheit gebrachten Lebendigkeit.

Meine nunmehr dreißigjährige Erfahrung in psychologischer Beratung und knapp 20 jähriger Erfahrung als Heilpraktikerin für Psychotherapie, spezifisch im Bereich Traumatherapie, sowie meine Erfahrung in den Weiterbildungs- und Fortbildungsseminaren, haben ein traumtherapeutisches Konzept entstehen lassen, dessen Wirksamkeit mich immer wieder zutiefst berührt und freut. Ich stelle es in dem Buch, das in Kürze erscheinen wird, ausführlich dar.

 

Vorträge und Medien seit 1991:

Zusätzlich zu meiner Tätigkeit als Heilpraktikerin für Psychotherapie und Ausbilderin für psychologische Beratung und Supervision biete ich regelmäßig Vorträge – und Seminare zu den folgenden Themen an:

  • Wertschätzende Kommunikation für Führungskräfte und Teams
    • Führungskompetenz/ Mitarbeiterführung/ Teamaufbau und –pflege/ Kooperation statt Konkurrenz
  • Pädagogik:
    • Die Entwicklungspyramide- Förderung einer gesunden kindlichen Entwicklung
    • Das Konzept des wertschätzenden Grenzen setzens
    • Pubertät: Halt geben und gehen lassen
      (als CD oder als Download im webshop: https://www.gap-kassel.net/webshop/)
  • Partnerschaft:
    • Warum es so schön wäre wenn der Andere anders wäre und warum das überhaupt nicht helfen würde – Die Kollusion in Partnerschaften bewältigen
      (als CD oder als Download)
  • Traumatherapie
    • Seminar: Die Kunst sich selbst zu bejahen – Wie es geht Ja zu sich selbst zu sagen
  • Angeleitete Bewusstheitsübungen:
    • Zeit für Bewusstheit I
    • Zeit für Bewusstheit II
      (als CD oder als Download)

Was wir Selbstverwirklichung nennen, ist nicht das Erlangen von etwas Neuem oder das Erreichen eines fernen Ziels, es heißt einfach, das zu sein, was man immer ist und schon immer war.

Ramana Maharshi

Herzlichen Dank an alle, die mir ihr Vertrauen entgegenbringen und mir damit ermöglichen, zu lernen und immer weiter in Selbstliebe zu wachsen!

Brigitte Koch-Kersten

Brigtte Koch-Kersten


1 Gesellschaft für wissenschaftliche Gesprächspsychotherapie, GWG, www.gwg-ev.org
2 Gesellschaft für Klientenzentrierung und Traumapsychologie, GfKT, www.gfkt-ev.net